Die Wirkung der Zistrose

Der Zistrose werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • antioxidativ
  • antimikrobiell
  • antibakteriell
  • antiviral
  • entzündungshemmend (analgetisch)
  • schmerzlindernd (analgetisch)
  • magenschützend (gastropro-tektiv)
  • pilzhemmend
  • immunstärkend
  • schwermetallausleitend

In der Volksmedizin wird Zistrose seit Jahrhunderten verwendet. Hauptsächlich bei Durchfall, Hauterkrankungen und als entzündungshemmendes Mittel.

Bei Untersuchungen an Zellkulturen und Mäusen wurde ein antiviraler Effekt gegen verschiedene Grippeviren (humane Influenzaviren, Hi-Viren, Ebolaviren, Vogelgrippeviren, Dengue-Fieber, Marburg-Fieber) mit der Cistus Creticus gezeigt.

Deshalb wird in der Alternativmedizin Zistrose zur Vorbeugung von Grippe verwendet.

Bei Mäusen konnte eine Influenzagrippe verhindert werden, wenn sie vorher das Extrakt der Cistus Creticus bekamen (als Aerosol zum einatmen). Dadurch kamen die Polyphenole direkt in die Atemwege, also dorthin wo die Grippeviren andocken möchten. Die Polyphenole sorgen für eine chemisch-physikalische Blockierung, die wiederum einen virushemmenden Effekt habe. Die Polyphenole verhindern, dass die Viruspartikel effizient in die Zelle eindringen können.

Verantwortlich für die Wirksamkeit der Zistrose soll also der hohe Anteil von Polyphenolen sein.

Wurde das Zistrose-Aerosol, gleichzeitig oder nach den Influenzaviren verabreicht konnte der Infekt nicht verhindert werden. Der Schutz bestand wenn die Mäuse vorher mit dem Cistusextrakt-Aerosol behandelt wurden. Eine Vermehrung der Erreger könne jedoch auch nach Ausbruch einer Erkrankung vermindert werden.

Die Funktionsweise der Polyphenole der Zistrose sei also physikalisch. Das bedeutet eine Anwendung erscheint sinnvoll, dort wo der Infekt erwartet wird und die Viren eindringen. Da Grippeviren über die Atmung eindringen, scheint in diesem Fall Inhalieren oder Gugeln sinnvoll, bei Magen-Darm-Beschwerden Tee, bei Hautbehandlung Sud zum äußerlichen Auftragen, Sitzbäder usw.

Repräsentative klinische Studien am Mensch liegen noch nicht vor. Somit fehlen bislang wissenschaftliche Belege für die klinische Wirksamkeit. Kursierende, viel zitierte Studien über die Zistrose wurden an Zellkulturen und an Mäusen durchgeführt. Ob diese auch im menschlichen Körper funktionieren ist bislang nicht belegt. Eine Hand voll Untersuchungen, die diese Wirkung an Menschen nachweisen wurden bislang an kleinen nicht representativen Personengruppen durchgeführt beziehungsweise können vom Aufbau der Untersuchungsart nicht als verwertbare klinische Belegbarkeit verwendet werden.